Montag, 17. Oktober 2016

Buchvorstellung: Blutföhre

Fängt man diesen historischen Roman an zu lesen, so braucht es einige Zeit, bis man sich an die Sprache und Ausdrucksweise gewöhnt hat. In sehr blumigen und stark ausgeschmückten Bildern wird ein kleiner Teil im Leben des Herzogs Ludwig "der Strenge" erzählt. 

Glücklicherweise bedarf es keines geschichtlichen Hintergrunds, um der Geschichte folgen zu können. Dennoch basiert die Geschichte auf der historisch bekannten Person Ludwig von Bayern aus dem Hause Wittelsbach. Ob es in seinem Leben tatsächlich der Herzog Ulrich von Mering eine Rolle gespielt hat, vermag ich nicht zu sagen. Zum Verständnis der Geschichte ist es aber auch nicht von Belang.

Ist der Leser in der Lage die sprachlichen Besonderheiten des Buchs zu akzeptieren, taucht er ein in eine spannende Geschichte des Jahres 1268, in der ein Raubritter sein Unwesen treibt und einen Strich durch die Pläne von Herzog und Grafen zieht. Gleichzeitig wird im Hintergrund integriert, wie man es von einem Buch, das zu jener Zeit spielt, erwartet. Die Charaktere werden dabei recht lebendig beschrieben und lassen den Leser das Mittelalter direkt miterleben. 

Die Handlung kann mit einigen Wendungen aufwarten, die den Leser bei der Stange halten und für einige spannende Wendungen sorgen. Mir selbst liegen die blumigen Ausschweifungen, aber es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Schreibstil zurecht kommt.


Alles in allem ein schöner historischer Roman, der für Genrefans durchaus empfehlenswert ist.

Montag, 5. September 2016

Leseprobe: Seite 99

Die 99. Seite des Buchs:

Fridolin wachte schweißgebadet auf. Er wusste zwar sofort, dass er geträumt hatte, musste aber trotzdem liegen bleiben, um sich der Realität gewahr zu werden. Er wusste gar nicht, weshalb der Traum derart mit Schrecken behaftet war. In dem Traum war doch gar nichts passiert. Trotzdem fühlte er sich einsam und verloren. Erst da merkte er, wie sein Arm angewinkelt vor ihm auf der Brust lag.

Er erinnerte sich an sein Erlebnis im Kaufhaus und da wurde es ihm schlagartig klar. Das war das Bild, das ihm damals vor die Augen kam. Er hatte diesen Traum schon mal geträumt, konnte sich aber damals nicht mehr daran erinnern. Jetzt konnte er eine Verbindung sich den Bildern herstellen, wusste aber nicht, ob sie etwas zu
bedeuten hatte. Und wenn ja, was.

Nur langsam entschwand das Schreckensgefühl und der Puls beruhigte sich. Er blieb noch eine Weile liegen und wartete, bis auch die Bilder entschwanden. Dann stand er auf.


Aus "Episoden eines Lebens: Die etwas andere Biografie" von Fridolin Kurz.

Montag, 29. August 2016

Buchvorstellung: Stonebound

Es geht selten gut, wenn Männer Frauenbücher lesen. Es ist eindeutig mein Fehler, dass ich mich nicht ausreichend über das Buch informiert habe, als ich mich für ein Rezensionsexemplar von "Stonebound" beworben habe. Schon das Wort "Twilight" aus den Amazon-Rezensionen hätte mich aufschrecken lassen. So habe ich mich auf den Klappentext verlassen und mich durch den zugegebenermaßen zähen Anfang des Buches gekämpft.

Und ich bin froh, dass ich es gemacht habe, denn nach den ersten zehn Prozent habe ich schnell gemerkt, dass es mit der Twilight-Reihe nur so viel gemein hat, als dass es auch um Vampire und Liebe geht. Aber Stonebound ist mehr. Wenn man es mit einem bekannten Werk vergleichen möchte, so kommt mir eher der "Highlander" in den Sinn. Ihr wisst schon, der Film aus den 80ern mit Christopher Lambert in der Hauptrolle. Der Film mit dem Untertitel "Es kann nur einen geben".

Dienstag, 23. August 2016

Wenn alle voneinander profitieren

Es gibt Situationen im Leben, in denen gibt man etwas und erhält im Gegenzug etwas gleichwertiges. Das wird im Neudeutschen als Win-win-Strategie bezeichnet.

Genau um dieses Geben und Nehmen geht es in der Blogparade, die Frank Albers von einfach-effektiv.de ins Leben gerufen hat.

Als jemand, der sich noch mit einem Analog-Modem ins Internet eingewählt hat, habe ich dieses Prinzip seit den Grundzügen des Netzes kennengelernt. Zuerst waren es Newsgroups, dann Foren und nun generell soziale Netzwerke, in denen sich User zusammenschließen, um sich selbst mit Informationen zu versorgen.

Freitag, 19. August 2016

Als ich den Job wechseln musste

Der Titel der Blogparade lautet "Mut zum Jobwechsel", die von Melanie Vogel ins Leben gerufen wurde. In dem Initialbeitrag schreibt sie davon, dass sich in der heutigen Zeit Karrieren und Karriereverläufe drastisch ändern. Wie recht sie hat!

Mein Vater hat bei einem großen Automobilkonzern gearbeitet. Man hat es ihm angemerkt, dass er nicht sonderlich glücklich bei diesem Konzern geworden ist. Aber es war ein zukunftssicherer und krisensicherer Job, den man nicht einfach so aufgibt. So war zumindest die Denke zu seiner Zeit.

Dienstag, 16. August 2016

Laaangweilie Reisezeit!?

Jeder, der sich auf reisen begibt, kennt das Phänomen. Man muss warten. Auf den Zug, auf das Flugzeug, auf das Ende der Verspätung, auf die Ankunft. Dieses Warten kann ermüdend sein. Aber auch eine Möglichkeit. Darum geht es in dieser Blogparade, die von Julia und Tom von blogaway.at ins Leben gerufen wurde: Wie vertreibe ich mir die Zeit aus Reisen?

Sonntag, 14. August 2016

Buchvorstellung: Götzenkinder

Was ist ein abgehakter Sprachstil? Bevor ich mich um ein Rezensionsexemplar für dieses Buch beworben habe, konnte ich ein paar Rezensionen lesen, die eben diesen Schreibstil der Autorin vorwarfen. So recht konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Bis ich die ersten Kapitel gelesen habe. Damit ist offenbar gemeint, dass Kapitel vermeintlich zusammenhanglos aneinandergereiht werden, deren Bedeutung aber erst im Laufe des Buch zum Vorschein kommen. Ein Schreibstil, der mir persönlich gut gefällt und den ich auch schon mehrfach bei anderen Autoren gelesen habe.