Dienstag, 23. August 2016

Wenn alle voneinander profitieren

Es gibt Situationen im Leben, in denen gibt man etwas und erhält im Gegenzug etwas gleichwertiges. Das wird im Neudeutschen als Win-win-Strategie bezeichnet.

Genau um dieses Geben und Nehmen geht es in der Blogparade, die Frank Albers von einfach-effektiv.de ins Leben gerufen hat.

Als jemand, der sich noch mit einem Analog-Modem ins Internet eingewählt hat, habe ich dieses Prinzip seit den Grundzügen des Netzes kennengelernt. Zuerst waren es Newsgroups, dann Foren und nun generell soziale Netzwerke, in denen sich User zusammenschließen, um sich selbst mit Informationen zu versorgen.

Dieser Interessenaustausch ist eine Win-win-Strategie par excellence. Jeder User greift auf seine umfassenden Erfahrungen zurück, um anderen Hilfesuchenden kostenfrei Informationen zu liefern. Dabei ist es egal, ob man eine Frage zu Haustieren hat oder sich beruflich neu orientieren möchte. Im Internet wird diese Praxis auch heute noch gelebt.

Ich habe dieses Prinzip sogar im Einzelhandel gesehen. Da steht z.B. in einer Bäckerei ein kleines Döschen mit Cent-Stücken verschiedenster Größen, in die jeder Kunde sein Kleingeld hereinwerfen oder herausnehmen kann. Sehr praktisch, um passend zu bezahlen.

Funktioniert das denn auch im Job?

Die Arbeit ist oftmals geprägt von Machtkämpfen. Jeder möchte sich profilieren und selbst behaupten. Mein Blogbeitrag "Als ich den Job wechseln musste", gibt einen kleinen Einblick in eine hart umkämpfte Arbeitswelt.

Da habe ich es tatsächlich schon erlebt, dass Mitarbeiter anderer Abteilungen Informationen zurückhalten und einen ins offene Messer haben laufen lassen. In dem Großkonzern, den ich erlebt habe, war dies gelebte Praxis.

Aber ich habe es auch anders kennengelernt. Nicht jede Einarbeitung in einen Job ist so verkorkst, wie ich es in meiner fiktiven Biografie beschrieben habe. Ich habe auch andere Einarbeitungen kennengelernt. Und es sollte eigentlich auf der Hand liegen, dass es sich hier ebenfalls um eine Win-win-Situation handelt.

Der neue Mitarbeiter kann nämlich so den "alten Hasen" Arbeit abnehmen und sich so zügig produktiv ins Team einbringen. Der "Neue" fühlt sich wertgeschätzt, der "Alte" wird mittelfristig entlastet.
Aber auch nach der Einarbeitung profitieren jüngere Mitarbeiter von alten Hasen, die kurz vor der Rente stehen. Diese Kombination von eingearbeitetem und altgedientem Mitarbeiter habe ich als stärkste Team kennengelernt. Eine absolute Win-win-Situation, in der sogar gleich mehrere profitieren. Nicht zuletzt die Firma, in der man arbeitet.

Und so kann ich die Frage nur mit einem dicken JA beantworten, ob das auch im Job funktioniert.


Im Großen und Ganzen habe ich nur positive Erfahrungen mit dem gleichberechtigtem Geben und Nehmen gemacht. Das gilt insbesondere für den Interessensaustausch im Netz. Aber auch im Job habe ich gesehen, wie dieses Prinzip einen Mehrwert für alle bringen kann.



"'Erkennen, was man kann, um zu sehen, wohin man will." heißt es im Klappentext und bildet die zentrale Frage einer jeglichen Karriere. Wo möchte ich am Ende meiner Karriere stehen? Eine Frage, die sich viel zu wenig Berufstätige stellen. Ein Buch, das hilft, diese Frage zu beantworten.

Kommentare:

  1. Lieber Fridolin,

    vielen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogparade! Ein wichtiger Hinweis von Dir, wie wichtig WIN-WIN auch in der Offline-Jobwelt ist.

    Liebe Grüße

    Frank

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  2. Hallo Fridolin,
    frappierend, wie ähnlich unsere Erfahrungen in Sachen Win-Win sind! Vielen Dank für Deinen Beitrag!
    Beste Grüße
    Birgit

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